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Die Frage „Was ist Kunst?“ ist die Frage nach einer Definition eines Begriffes. Dazu ist zu klären, um welchen Begriff es sich handelt. Ist der Begriff überhaupt definierbar? Und was ist eigentlich eine Definition? Die „definitive Antwort“, d.h. eine philosophisch-phänomenologische Erörterung dieser Frage findet sich in „Die Kunstmarkt-Formel“, ISBN 978-3-7357-7052-3.

Häufig wird versucht, eine Definition aus empirischen Beispielen herzuleiten. Philosophisch-phänomenologisch ist das nicht haltbar, aber es liefert Gesprächsstoff für Eröffnungspartys und ist in manchen Fällen zumindest amüsant. Deshalb hier eine Sammlung „empirischer Antworten“, d.h. lustiger, blöder, skurriler und manchmal auch überraschender Beispiele, von denen behauptet wird, sie seien Kunst. Oder auch Beispiele, die nicht "zur Kunst erklärt" wurden, aber dennoch Kunst sein könnten.

 

30.7.15
HEUTE gibt uns fast täglich Antworten auf die Frage: Was ist Kunst? Topaktuell über die „kollektive Rüttelplatte“ auf der Mariahilferstraße: "Die Installation bringt alle auf eine Wellenlänge", so Künstler Leopold Kessler. Nach dem Test gab es Beschwerden über Lärm. "Wir stellen nun die Frequenz neu ein", so Kessler. Das Projekt von "Kunst im öffentlichen Raum" (KÖR) startet am Freitag um 10 Uhr.“
Ob uns die FPÖ die Freude macht und im Gemeinderat nachbohrt, was den Steuerzahler dieses „Kunstwerk“ gekostet hat?

 

29.7.15

Artist Wears Bikini in the New York Subway in 100 Day Performance Piece

Details siehe: artnet.com

 

21.7.15

MONOPOL berichtet: "Der Künstler Joe Gibbons überfiel eine New Yorker Bank und behauptete später, die Tat sei eine Kunst-Performance. Das Gericht wollte sich nicht einlassen auf einen kunsttheoretischen Diskurs und verurteilte den einstigen MIT-Dozenten jetzt zu einer Haftstrafe"

 

28.4.15
Ist das Loch in einem Museum ein Kunstwerk? Die Loch-Künstlerin Nathalie Braun Barends sagt JA, das Landgericht Mannheim sagt NEIN. Das wird insbesondere alle Opfer des jüngsten Erdbebens in Nepal schwer erschüttern. (Vorsicht Zynismus!)

Details siehe welt.de

 

14.4.15

Sind Malbücher Kunst oder vielmehr Symptom für den Kulturverfall? Oder für die Infantilisierung der Gesellschaft? In den USA schaffte es jedenfalls ein Malbuch für Erwachsene von Johanna Basford an die Spitze der Bestsellerlisten. Die Welt sucht nach einer Erklärung dieses Phänomens.

Malbuecher

 

9.9.13
In einer Pressinfo des Österreichischen Alpenvereins über eine "Kunststudentin in gebirgiger Mission" teilt uns Lisa Heidinger mit: „Im Zuge einer Umweltbaustelle des Alpenvereins werde ich im September das Linzer Kunststudentenleben hinter mir lassen und zwei arbeitsintensive Wochen auf einem Bergbauernhof im Zillertal verbringen.“
Ich antworte mit der Frage: Ist das Kunst, wenn eine Kunststudentin 2 Wochen Bauernhofpraxiserfahrung sammelt?
Die prompte Antwort der Kunststudentin:
„Lieber Herr Thurnhofer,
Das eine lässt sich ja mit dem anderen gut verbinden. Ich werde auf jeden Fall eine Lochkamera im Gepäck haben, sowie Zeichenutensilien für die eine oder andere Skizze. Trotzdem ist der Hauptgrund meines Aufenthalts nicht, "Kunst" daraus zu machen, sondern die Arbeit am Bauernhof zu erlernen, sofern das in einem so kurzen Zeitraum eben möglich ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Lisa Heidinger.“

 

1968 Wolf Vostell (1932-1998) im WDR-Interview: „Ich gehöre zu der Gattung Mensch die glauben, dass alles eintritt im positiven Sinne. Phantastisch, was sich Menschen ausdenken können. Es könnte sein, dass die Menschen direkt durch Sender, die sie mit sich herumtragen, und Empfänger an die Entwicklungen und an die Weltgeschehnisse verkettet sind und dass sogar Fernsehen und Radio altmodische Kommunikationsmittel werden. Ich glaube, dass die Menschen in 50, 100 Jahren die Kunst, die Information und alles, was Sie zum Leben brauchen, mit sich herumtragen.“ Siehe youtube.com

 

 

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