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Wien (27.08.2004) - Valeria Schuwalowa ist mit ihren ausdruckstarken, figurativen Bildern eine seltene Erscheinung in der Kunstszene. Vor einem Jahr präsentierte der Kunstraum in den Ringstrassen Galerien ihre Arbeiten erstmals dem österreichischen Publikum, im Frühjahr war sie auch in der Ausstellung riga-feminal vertreten (siehe: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040225037 ). Nun nimmt sie auch in der Ausstellung Festival der Farben in der Kunstraum eine zentrale Position ein - buchstäblich im Zentrum der Galerie und im übertragenen Sinne, da ihre Bilder fast jeden Betrachter im Zentrum seiner Gefühle treffen.

Schuwalowa, die 1979-85 die Lettische Akademie der Künste in Riga bsolvierte, hat sich in ihren Bildern eine gewisse Naivität bewahrt. Diese hat aber nichts mit naiver Malerei zu tun, die Naivität liegt vielmehr in der positiven Weltanschauung, die die Bilder von Schuwalowa vermitteln. Eine Welt, frei von jeglichem Zynismus, was man heute besonders in der Kunstszene nur noch selten erleben kann. Wobei in ihrer Grundstimmung aber immer auch eine Brise Melancholie enthalten ist. Und manchal spürt der Betrachter hinter der Melancholie auch eine gewisse Verzweiflung, die aber immer nur leicht aufflackert, bevor sie von den positiven Schwingungen des Bildes wieder verdeckt werden.

Manche Bilder der Künstlerin spielen mit Elementen des Jugendstils. Hier finden sich Parallelen zum kroatischen Künstler Rajko Svilar. der Kunstraum zeigt Arbeiten aus seiner Serie "Dedicated do Klimt", in der der Künstler Stilelemente von Klimt aufnimmt, ohne diese einfach zu kopieren. Dem ikonografischen Status Klimts versucht Svilar durch die Wahl des Materials gerecht zu werden: Wie slawische Ikonen sind die Arbeiten auf Holz gemalt. Rajko Svilar lebt, nachdem er im Jugoslawienkrieg sein Haus in Slavonskij Brod verloren hatte, seit 1993 in Rovinj.

300 Leonjtew Leben