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"Cantonsville (pte018/05.12.2017/13:50) - Die leidende Künstlerseele gilt dank Männern wie Vincent van Gogh, Henri de Tolousse-Lautrec oder Jackson Pollock als Quell großer Kreativität. Doch für den Wert von Kunst ist sie offenbar gar nicht gut, wie eine aktuelle Studie der Brandeis University nahelegt. Werke, die Künstler in einer Phase der Trauer und Verzweiflung schaffen, sind auf dem Markt demnach weniger wert. So bringen Arbeiten, die innerhalb eines Jahres nach einem Todesfall im engeren Umfeld entstanden sind, gut ein Drittel weniger als andere Werke des gleichen Künstlers", berichtet die Nachrichtenagentur pressetext. 

 

 

Demnach haben die Forscher für ihre Studie über 10.000 Gemälde französischer Impressionisten sowie gut 2.000 Werke von 15 amerikanischen Künstlern der Jahrgänge 1900 bis 1920 erfasst. "Gemälde, die im Jahr nach einem Todesfall geschaffen wurden, holen bei Auktionen wesentlich weniger als jene aus anderen Phasen im Leben eines Künstlers", so Wirtschaftsprofessorin Kathryn Graddy. Im Schnitt liegt die Wertminderung demnach bei 35 Prozent, effektiv unabhängig davon, ob ein Kind, Lebenspartner, Verwandter oder Freund gestorben war. Im Normalfall waren die Arbeiten eines Künstlers davon nicht länger als ein Jahr betroffen.

 

Zudem haben die Forscher für die im Journal "Management Science" erschienene Studie analysiert, welche Werke der erfassten Künstler im New York Metropolitan Museum of Art, dem Art Institute of Chicago, der National Gallery of Art, dem J. Paul Getty Museum und dem Musée d'Orsay ausgestellt sind, berichtet pressetext weiter. Dabei haben sie festgestellt, dass Werke aus dem Jahr nach einem Todesfall auch wesentlich seltener in eine Sammlung aufgenommen werden. "Unsere Analyse spiegelt wider, dass Künstler im Jahr nach dem Tod eines Freundes oder Verwandten im Schnitt weniger kreativ sind als in anderen Phasen ihres Lebens", meint daher Graddy.

 

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Der Autor der Kunstmarkt-Formel kommentiert diese ominösen Studie: "Wo finden Wissenschafter bloß die Fragen zu den Antworten, die kein Mensch braucht? Immer öfter schafft Wissenschaft überflüssiges Wissen. Es gibt offenbar kein Thema, das einem Wissenschafter zu blöd ist. Und es gibt offenbar keine kritischen Medien mehr, denen auffällt, ob eine Studie relevant oder irrelevant ist."

 

Siehe auch: Wissenschafter und Trickdiebe

 

 

 

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Tatyana Leys